17.11.08

 

Am nördlichen Portal des 57km langen Gotthard-Basistunnels muss das natürlich anfallende Bergwasser abgekühlt werden. Aus ökologischen Gründen (Fortpflanzung der Fische) darf das Wasser nicht mehr als 1.5 Grad wärmer sein als die Flusstemperatur, wenn es in die Reuss eingeleitet wird. Zum heutigen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass Bergwasser im Umfang von ca. 130 Sekundenlitern mit einer Temperatur von 22 Grad Celsius am Basistunnel austreten wird.
Um Varianten einer möglichen Nutzung des Bergwassers abzuklären, hat die im November 2007 in Erstfeld gegründete „Basis57 nachhaltige Wassernutzung AG“ eine  Machbarkeitsstudie erarbeitet. Sie zeigt auf, wie der „Wasseranfall“ und der enthaltene Energieinhalt nachhaltig genutzt werden kann.
Die Studie kommt zum Schluss, dass auf der beim Tunnelportal zur Verfügung stehenden Fläche von ca. zwei Hektaren mit zurückhaltenden Investitionen und günstigen Rahmenbedingungen eine Fischzucht / Biomassen - Produktionsanlage kostendeckend betrieben werden kann. Um für die Region eine nachhaltige Aufwertung zu schaffen, soll die Produktionsanlage durch eine biotop-ähnliche Gestaltung und mit einem Informationszentrum ergänzt für Besucher und Besucherinnen attraktiv gestaltet werden.
Es ist davon auszugehen, dass das Gelände bis ca. 2013 grösstenteils mit Installationen für den Tunnelbau besetzt sein wird. Inwiefern das Terrain vor der geplanten Eröffnung des Gotthard-Basistunnels im Jahr 2017 vollständig zur Nutzung zur Verfügung steht, ist zurzeit noch nicht absehbar. Die Studie kommt zum Schluss, dass die Machbarkeit des Projektes grundsätzlich gegeben ist. Entscheidend wird jedoch sein, dass das Projekt regional sowohl seitens der Politik als auch der Wirtschaft und Bevölkerung stark verankert und getragen wird.
Comsy ist massgeblich an der Zielformulierung beteiligt und verantwortlich für die Koordination und das Projektmanagement. In dieser Funktion ist sie im Verwaltungsrat der Basis57 AG vertreten. (mehr siehe www.basis57.ch )


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